Unkraut im Garten: Tipps zur Rasenpflege

In den warmen Sommermonaten sprießt nicht nur der Rasen, sondern auch das Unkraut. Vor allem Löwenzahn und Gänseblümchen, Ehrenpreis und Weißklee machen sich zwischen den Grashalben breit und verdrängen das saftige Grün im Garten, wenn man ihnen nicht Einhalt gebietet. Doch wie kommt es eigentlich, dass Unkraut den Rasen befällt?

In erster Linie liegt dem Problem ein Nährstoffmangel zugrunde: Während Gras viele Nährstoffe benötigt, um zu gedeihen, ist das Unkraut auch mit weniger Nährstoffen überlebensfähig. Das hat zur Folge, dass der Rasen langsamer wächst, während sich die ungebetenen Gäste über den gesamten Boden rasend schnell ausbreiten. Kommt dann auch noch eine längere Trockenphase hinzu, trocknen die Gräser aus und verdorren – während das Unkraut von der Dürre kaum in Mitleidenschaft gezogen wird. Mit der richtigen Rasenpflege kann man jedoch zielgerichtet gegen Unkraut vorgehen.

Tipp: Im Übrigen kann auch das Rasensaatgut selbst schuld daran sein, dass Unkraut leichtes Spiel hat – Billigmischungen wie “Berliner Tiergarten” verkrauten sehr schnell, weil sie viele Unkrautsamen enthalten. Also Finger weg von schlechter Qualität!

Mit der richtigen Rasenpflege hat Unkraut keine Chance

Es gibt insgesamt vier Faktoren, die entscheidend für einen gesunden und unkrautfreien Rasen sind:

  1. Hochwertiges Saatgut
  2. Eine gute Düngung
  3. Eine gute Bewässerung
  4. Die richtige Schnitthöhe

Gerade der letzte Punkt ist entscheidend, denn er hat maßgeblichen Einfluss auf die Wucherung von Unkraut. Löwenzahn und Gänseblümchen, Ehrenpreis und Weißklee brauchen viel Licht zum Keimen – um sie daran zu hindern, empfehlen wir eine Schnitthöhe von vier Zentimetern. Dadurch werfen die Grashalme genügend Schatten auf den Boden, sodass die Samen des Unkrauts erst gar nicht keimen.

Tipp: Sollte sich dennoch Unkraut auf dem Rasen breitmachen, kann man ein altbewährtes Hausmittel anwenden – Kartoffelwasser. Noch im heißen Zustand wird es über die ungebetenen Gäste gegossen, sodass diese eingehen.

Unkraut in der Küche weiter verarbeiten

Wer sich die Mühe macht und zum Beispiel Löwenzahn mit einem Unkrautstecher aus der Erde hebt, weil er Pfahlwurzeln ausbildet, kann das Unkraut in der Küche einfach weiterverarbeiten. Löwenzahn ist zwar schädlich für den Garten, aber gut für die Gesundheit: Ihm wird eine harntreibende, blutreinigende und verdauungsfördernde Wirkung nachgesagt. Außerdem schmecken die Blüten und Blätter besonders gut, wenn man sie zu einem leckeren Salat verarbeitet. Welche Unkräuter sonst noch zum Verzehr geeignet und zudem gesund sind, erfahren Sie im Ratgeber von Immowelt.


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